Die leise Welt der Susanne Damm
Neue Ausstellung des Halleschen Kunstvereins
Ein Elefant, auf dessen Rüssel ein lächelnder Genscher hockt, ein auf dem Kopf stehender „Fabian“ für eine Inszenierung von Kästners „Fabian“ am halleschen neuen theater; eine sich lasziv rekelnder „Marlene“ als Blauer Engel auf einem Pulverfass – all das kommt aus dem Atelier von Susanne Damm-Ruczynski (1955 bis 2022).
Die Malerin und Grafikerin wäre im letzten Jahr 70 Jahre alt geworden. Ein verheerender Wohnungsbrand setzte stattdessen vor knapp vier Jahren einen dramatischen Schlusspunkt unter ein Leben voller Hochs und Tiefs, voller Erfolge und Selbstzweifel, voller Heiterkeit und Melancholie. Auch ihre künstlerisch Hinterlassenschaft ging 2022 zu großen Teilen in Flammen auf. Einiges konnte gerettet werden, Vieles bewahrte sich in privaten und öffentlichen Sammlungen auf. Mit einer ihr eigenen, filigranen Handschrift hat sie damit in der oft lauten und dichten Kulturlandschaft Halle/Leipzig ein „stilles Plätzchen“ gefunden.
Nun erinnert der Hallesche Kunstverein mit einer Personalausstellung an das spannende Oeuvre dieser Künstlerin. Die Exposition gewährt bis zum 2. April 2026 dem Betrachter einen inspirierenden Einblick in die leise, weise Welt von Susanne Damm-Ruczynski. Darunter auch überraschende Halle-Bilder.
Wer: Hallescher Kunstverein
Was: Eröffnung der Ausstellung:
„Susanne Damm-Ruczynski – Leipziger Schule und Halle Bilder“
Wann: 4. März; 18:00 Uhr
Wo: Galerie HKV - Große Klausstraße 18, 06108 Halle (Saale)
Galerie hat geöffnet Di-Sa jeweils von 15 – 17 Uhr