08.09.2026 | Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG : Lesestart

 

Bei bestem Wetter

Winzervereinigung sorgt für reichlich Federweißen

 

Die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut ist heute (Dienstag, 8.9.2026) in die diesjährige Weinlese gestartet. Den Anfang machten traditionell die Trauben, die für den Federweißen bestimmt sind, der am Wochenende zum Winzerfest in Freyburg ausgeschenkt werden soll. 13 Tonnen der Rebsorten Solaris und Helios wurden geerntet, daraus werden etwa 10.000 Liter Federweißer.

 

Pünktlich um 7:30 Uhr startet Michael Hofmann seinen Ero Grapeliner, und steuert im Müncherodaer Himmelreich die erste Reb-Reihe Solaris an. Der bildet, wie schon seit zehn Jahren die Basis für das Getränk, ohne dem das Winzerfest in Freyburg (Unstrut) nur halb so viel Spaß machen würde. In nur drei Tagen verwandelt sich der Most des heutigen Lesegutes im Keller der Winzervereinigung in einen milchig-süßen Federweißen. Auf Grapeliner webdessen Aushängeschild steht: wenig Alkohol, viel Kohlensäure. 20 Minuten später hat der Vollernter vorerst seine Pflicht getan, der halbe Hektar Solaris ist gelesen, der nächste Schlag wird angesteuert. Denn quasi um die Ecke warten weitere 1,4 Hektar – diesmal mit der Rebsorte Helios bestockt - voller reifer Trauben. Die sind ebenfalls für den Fest-Trank vorgesehen. Keine Srunde später sind auch hier die Beeren vom Grabeliner behutsam „abgebürstet“ worden und längst auf dem Weg in die Freyburger Keller der Genossenschaft.

 

Franziska Zobel ist zufrieden. Die Hauptrebschutzwärtin rechnet mit rund 13 Tonnen Ertrag, der reicht für gute 10.000 Liter Federweißen. Aber auch der Zuckergehalt stimmt. Erste grobe Messungen mit dem Refraktiometer zeigen über 80 Oechsle an. „Das Winzerfest kann also kommen!, freut sich die Weinbau-Fachfrau.

 

Viel Zeit für ihre Freude bleibt Franziska Zobel aber nicht, denn sie steuert bereits die nächsten Flächen an, die von der Agrargenossenschaft Gleina bewirtschaftet werden. In einigen Lagen sind so frühe Sorten wie Müller-Thurgau, Bacchus und Portugieser bereits lesefertig und liegen damit rund eine Woche vor ihrer üblichen Reifezeit. Das gute Wetter wolle und müsse man ausnutzen, betont Franziska Zobel. „Und wir müssen schneller sein als die Stare, die schon ihre Schnäbel wetzen.“ Sie denkt, dass noch in dieser Woche über 100 Tonnen Wein von den Stöcken geholt werden.

 

Also wirft Michael Hofmann seinen Grapeliner wieder an und macht sich mit dem Vollernter auf den Weg zur nächsten Fläche.

 

Insgesamt gehören rund 380 Hektar Rebfläche zur Winzervereingung Freyburg-Unstrut. In diesem Jahr wird mit etwa 2,2 Millionen Litern Wein gerechnet, nach kanpp drei Millionen Litern im letzten Jahr.

Pressebüro Lies
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